22    Hautnah

Alleskieker in mancherlei Nachholbedarfsnöten. Dabei hat er gestern schon so viel mehr Platz gebraucht. Vor etwa einer Stunde ging die Prüfung zu Ende. Ein drittes Mal innerhalb einer Woche ein ‚Sehr gut‘. Gestern und heute war Ferdinand um 10 Uhr pünktlich in der Veterinärstraße 1 erschienen. Heute in einiger Verlegenheit, aber davon später. Gestern holte ihn Susanne vor der Tür ab. Die Lust zu einem Begrüßungskuss war beidseits groß, aber zunächst hielt das Tabu. Sehr schwer zu sagen, wieso es hielt. Für die Zukunft war vorauszusehen, dass es, je länger sie daran festhielten, desto schwieriger zu brechen sein würde. Da musste dann schon ein Anlass her, ein bedeutsamer oder besser: schöner Anlass. Abwarten ist angesagt. Ferdinand schaute sich um im Arbeitsambiente der Freundin. Ein Semester hatte er ja auch hinter sich gebracht; Susanne aber stand ja wohl vor lebensbestimmenden Abschlüssen. War schon ein beachtlicher Unterschied. Ferdinand zog im Geiste den Hut: Dass sie das schaffte. Und er half ihr dabei.

Da ein Platz vonnöten war, wo sie sprechen konnten, wo nicht ein ‚Silentium‘ mahnte, gingen sie im Hof auf und ab, setzten sich auch. Was Ferdinand als Abhör-Gesellen auszeichnete, war, dass er sich die Schwachstellen des Prüflings so genau merken konnte. Dreimal gingen sie den ganzen Stoff durch, dann kam er unerbittlich auf die Stellen zurück, wo sie immer stotterte und in Gehirnschubkästen rumkramte. Das war Ferdinands entscheidende Hilfe, die Franziska – Susanne musste es sich eingestehen – so nicht leistete.

Sie gingen dann – wir sind immer noch mitten im Donnerstag -zusammen in die Mensa. Susanne wollte bezahlen, aber Ferdinand zog sein Portemonnaie und zeigte ihr den nicht unbedeutenden Inhalt an Euro. Da ließ Susanne ihn bezahlen und sagte: „Mit dir soll sich Einer auskennen. Angewiesen auf Käsehäppchen bei Vernissagen, - und dann solche Batzen im Geldsack. Wie soll ich denn das zusammenreimen?“ „Reime nicht, lass uns essen.“ Das taten sie. Er fuhr fort: „Juristin muss nicht reimen. Morgen eine dicke Prüfung.“ „Hörst du mich morgen nochmal ab?“ „Klar. Hoffe aber noch auf ein heutiges Abendrendezvous.“ „Auch klar, schon ein kleines Ritual. 18 Uhr, Veterinärstraße 1.“ „Pünktlich,“ ergänzte er, „morgen abend kann ich nämlich leider nicht.“

Ächz!, warum tat denn das so weh?! Heftige, vollkommen irrationale Eintrübung von Susannes Seele.

Aber sie hat sich unter Kontrolle: „Was ist morgen?“ „Freitag.“ „Also nochmal: Heute abend –“ „18 Uhr pünktlich.“ „Und morgen –“ „Zehn Uhr, auch pünktlich, Prüfungsfragen abhören.“ „Hast du denn Zeit?“ „Immer für dich.“ „Und für andere?“ „Hätte ich auch Zeit. Aber ich bin wählerisch.“ Das klingt so verführerisch in Susannes Ohren, aber sie kommt nochmal auf die Fatalität zurück: „Und morgen abend – Ach ja, da kannst du nämlich nicht.“ Dieses völlig verblödete ‚Nämlich‘... Wegkommen von ihm, Vortäuschen, dass sie in der Buchhandlung noch was – und so... „Tschüs, bis um sechs.“ „Tschüs.“

Wie nun weiterleben mit diesem handylosen Brutalo?! Es dauerte dann aber nicht allzu lange, bis Susanne wieder einigermaßen festen Boden unter den Seelenflügeln hatte. Weiß Alleskieker auch, wie schief die Metapher ist. Aber er ist ja selber etwas durcheinander... Ruhe! Ferdinand wohnt bei seinen Freunden, er isst mit seinen Freunden zu Abend, er geht mit den Freunden aus, es ist Freitag abend. Da ist auch ein junges Mädchen, das er – Nein, Halt, Schluss, Susanne, vollkommen antiquierte Gefühlduselei! Er kann morgen abend nicht. Punkt. ‚Ein Jahr lang keinen ranlassen, und schon gar nicht einen reinlassen.‘ Bloß gut, dass wir noch nicht küssen. Wird eine schöne Erinnerung: Ach ja, der Ferdinand, ach ja, der mir bei den Prüfungen half, ach ja. Ende! Ich weiß nicht mal seinen Nachnamen. Das ist doch prima. Denkste! Das schnoddrige Drübenhinweggehen lief so schief. Sie wollte nur zurückrennen, ihn an sich reißen, ihn umarmen, festhalten, dass ihm die Luft wegbleibt, dass er nie nie nie mehr sagen kann: ‚Morgen abend kann ich nämlich leider nicht.‘ Ääääääääächz! Da spiele ich mit der Vorstellung, dass ich mit ihm dann mal ein bis zwei Kinder haben will, - da sagt der Knallkopp: ‚Morgen abend kann ich nämlich leider nicht.‘ Und kurz vorher habe ich noch von ‚Ritual‘ für unsere Abendtreffs gesprochen. Und meinen Hintern hat er schön gefunden, und dann sagt er ‚Morgen abend kann ich nämlich leider nicht,‘ echt ächz!

In vier Stunden sind wir wieder verabredet. Erstens: Was sollen wir denn da reden? Zweitens: Wie soll ich bis dahin weiterleben? Es war einfach alles verhagelt. Es gab eine Zeit vor dem Satz ‚Morgen abend kann ich nämlich leider nicht‘, - das war das Paradies. Nach einer halben Stunde wurde es schon besser. Sie schlug die notwendigen Bücher auf, korrigierte an der schriftlichen Arbeit rum. Also, vielleicht nicht das Allerdringendste, aber es musste erledigt werden, warum nicht jetzt? Und einige Etagen tiefer in der Seele reifte ein Plan, was sie mit diesem Ferdinand heute abend anstellen könnte. Hautnah heißt die Damenwäscheabteilung bei Beck. Pst.

Alleskieker ist Lesers Freund, der verrät jetzt Sachen: Was veranlasste diesen Ferdinand eigentlich, am Donnerstag in der Mensa diesen Satz vom Nichtkönnen am Freitag Abend abzusondern? Fest steht, dass er nicht wohlüberlegt entstanden war, sondern spontan. Dennoch: Warum? Ein Grund war ziemlich sicher: Männerangst vor Frauenzugriff. Aber er bereute seit der Trennung, dass er ihn gesagt hatte, als hätte er eine Sünde begangen. Die kleine Lüge könnte man noch in den weißen Bereich schieben, - natürlich hätte er am Freitag abend Zeit! Wir kennen doch seine Abende. Viel schlimmer die Frage, warum er so was in die Welt hinein lügt und in Susannes Ohren sprudeln lässt. Wenn Jemand immer Zeit hat, dann ist es Ferdinand, hat er ihr ja auch in Bezug auf die Abhörsessions gesagt. Aber dieses ‚Morgen abend kann ich nämlich leider nicht‘, - da gehe ich zu Frau Professor Kammhuber, weiße Blusen zerreißen und in die Praxis Dr. Zöberlein, wo ein Mädchen wartet, das mit mir im Schwitzbad schlafen will, und ich gehe in 17 Kunstgalerien und fahnde nach weiblichen Popos im Halogenlicht. Und das Schlimmste: Schon manche Abende bisher in München waren schwer zu ertragen, - der morgige wird ihm die blanke Angst vors Gesicht knallen. Da hilft kein Hofbräuhaus und kein Zirkus. Im Gegenteil, die würden es nur schlimmer machen. Verkriechen muss er sich, wo ist Münchens hinterste Kloake in der Kanalisation? So, nun gehen wir aufs Ganze: Gab eine Stelle in ihm, die freute sich, der geliebten Susanne weh getan zu haben. Wir schlagen, was wir lieben und gehen gelassen um mit den Blessuren, die wir zufügten. Gibt Leute, die sagen: Wir zerstören, was wir lieben. So.

Er blieb lange sitzen in der Mensa, trank noch einen Kaffee und schlenderte dann ein wenig durch Schwabing. Pünktlich 18 Uhr war er vor dem Hause Veterinärstraße 1. Aber sie ließ ihn warten. Schließlich ging er rauf zu ihr, in die Intimität ihrer Arbeit, die sie ihm ja heute früh eröffnet hatte. „Mensch, dich habe ich doch glatt vergessen!“ rief sie bestürzt aus. Wie bestürzt? Gleich fügte sie an: „Mal ganz prinzipiell gefragt: Wie lange hält man denn die Finger gekreuzt?“ „Du meinst, wenn man lügt? Da gibts doch keine Prinzipien. Solange man lügt eben. Willst du das Spiel übernehmen?“ „Ja. Man muss ja die Finger nicht hochhalten, kann ja auch versteckt abschwören. Ich mach den Computer aus, dann gehn wir. Ich will mir ein paar Klamotten ausgucken, bei Beck. Kommst du mit?“ „Natürlich, was denn sonst? Was ist Beck?“ „Am Rathauseck. Kaufhaus der Sinne mit der Abteilung Hautnah.“ „Ein Pornoladen?“ „Nicht doch, ein großes schönes Textilhaus. Wir fahren zwei Stationen mit der U-Bahn. Dazu lade ich dich ein. Darf ich? Zwei Stationen kosten nur einen Streifen. Du schädigst mich fast gar nicht.“ „Du hast lange Arme. Stimmt das?“ „Stimmt. Ich hab immer Schwierigkeiten, wenn ich Konfektion mit langen Ärmeln suche.“ „Weichst du auf kurze Ärmel aus.“ „Wenns geht, ja, gibt aber keine Wintermäntel mit Kurzarm.“

So geriet Ferdinand zum ersten Mal in den Abgrund der Münchner U-Bahn. Abgrund ist ungerecht: Es ist ein sehr schönes helles Verkehrsmittel. Wenig später geriet er zum ersten Mal ins Kaufhaus Beck. Willig folgte er Susanne, die zielstrebig durch die Konsumfülle schipperte, nein, nicht ganz zielstrebig, sie ließ sich schon auch anlocken von mancherlei Angeboten. Aber sie landeten in der großen Wäscheabteilung für Damen. Dessous, wohin das Auge blickt, ein paar große Fotos mit viel Haut, Augenweiden. Ferdinands Augen waren in Spuren irritiert: „Wahnsinnig viele Büstenhalter.“ Susanne kommentierte trocken: „Gibt ja auch wahnsinnig viele Büsten in München.“ Susanne kuckte da, prüfte intimes Textil dort, schob Höschenreihen nach links, nach rechts, suchte Größen, verglich Preise. Ferdinand schoss der Satz durchs Gehirn: ‚Er ging ihr an die Wäsche‘. Etwas dergleichen von Susanne beabsichtigt? Sie schaute ihn an und sagte dann: „Komm mal mit.“ Sollte es für Ferdinand eine Steigerung dieser Intimwelten geben? Nein, sie führte ihn zu einem voluminösen Ledersessel jenseits der Wäscheabteilung: „Warte hier. Wenn du ein Handy hättest, könnten wir in Verbindung bleiben.“

Er wartete lange. Er saß sehr bequem, aber – gefangen. Das Umfeld war nicht allzu lange reizvoll, die Kasse, an der reger Zahlverkehr sich abspielte, war von Textilien auf langen Gestellen halb verdeckt. Konnte er zu ihr gehen, sie im vielleicht allerheikelsten Kaufrausch stören und sagen: ‚Sanne, was ist denn nun? Wie lange soll ich denn da noch warten?‘ Ja, konnte er, gehen und sagen, in zwanzig oder dreißig Jahren. Aber doch nicht am 10. Oktober 2002, vier Tage – nein, es waren ja erstmal drei Tage, seitdem sie überhaupt das Gespräch aufgenommen hatten. Da war die ganze Wäscheshow sowieso zu früh. Was mag sie sich dabei gedacht haben? Hat sie sich was dabei gedacht? Jetzt würde sie, hoffentlich bald, mit einer Tüte von Beck ankommen, in der was drin steckte. Was? Nein, sie inszenierte das anders:

Plötzlich stand sie vor ihm mit angewinkelten Armen, auf beiden Händen ein – ja, wahrscheinlich doch ein Dessous. Mit der anmutigsten Bewegung beider Arme hob sie es an den Trägern in die Höhe auf die Schultern, und es rollte ihr nun vor den Körper, ein seidenes Hemd, supersexy, lila mit kleinen gelben Applikationen und zwei knallroten Rosen – oder was das war. Umwerfend schön, aufwendig, teuer. „Wie gefällt es dir?“ „Ja – wunderbar!...“ „Wie steht es mir?“ „Ja, - wunderbar.“ „Was muss ich fragen, dass du etwas anderes antwortest?“ „Ja... Mir bleibt die Spucke weg. Soll ich es dir schenken?“ „Einer, der vernissagenkäsehäppchenabhängig ist, sollte sich vor solchem Größenwahn hüten! Was weiß ich, wie lange deine Euros reichen müssen.“ „Das weiß ich auch nicht.“

Das war immerhin auch eine beachtliche Information für Susanne: „Hältst du es mir mal auf den Rücken?“ Ferdinand nahm das angebotene Hemd und fand das Ansinnen sehr eigenartig: Ist die etwa verrückt? Oder erinnert sie sich, dass ich wohlwollend von ihrem Hintern im Halogenlicht gesprochen habe? Er drehte das Hemd auf die Rückseite, sie drehte sich um, er hielt es ihr an – seine Hände berührten leicht ihre Schultern -, sie schaute über die Schulter zu einem Spiegel, er trat zur Seite, hielt das Dessous an den seitlich ausgereckten Armen. Sie fragte: „Wie findest du es von hinten?“ „Ja, - auch wunderbar... Kaufst du es denn?“ „Nie im Leben, ich wollte es dir nur zeigen.“ Es kam Niemand vorbei. Aber wer vorbeigekommen wäre, hätte eine sehr ungewöhnliche Gruppierung zweier Menschen vor einem Spiegel gesehen. Sie fragte: „Morgen um 10 zum Abhören?“ „Pünktlich.“ „Gib her, ich brings zurück.“

Er stand ein bisschen unentschlossen da, zum Zurückbringen hätte er eigentlich mitgehen können, aber... Sie kam nicht wieder. Er suchte sie zwischen der Damenwäsche, aber sie war weg. Und das Handy in Berlin. Keine Gute Nacht, für beide nicht.

Rechtzeitig, bevor am nächsten Morgen der stets pünktliche Ferdinand an Susannes Arbeitsplatz erschien, telefonierte sie mit ihrer Freundin Marion, die im Landhaus der Familie am Starnberger See war: „Ich weiß ja nicht, ob er kann und will... – Ja, genau der von der Vernissage... – Also: Brille ja, Semmelkopp nein. – Also, nach großem Segler sieht der nicht aus... – Gut, ich komme auf jeden Fall – und wenn er mitkommen sollte, ist er willkommen. Danke, Marion. – Nein, wir schlafen getrennt. Noch, ja. - Ja, 10 Uhr 48, Starnberg. Ich freu mich. Tschüs.“

War ja wohl gut, dass Ferdinand davon nichts mitbekam. Pünktlich um zehn klopfte er an ihre Tür. Sie rief: „Herein!“ Knappe, sachliche, kühle Begrüßung, also schon mit Händedruck Spuren länger als notwendig. Dann fragte Ferdinand: „Bitte erlaube mir eine Frage, Susanne: Bist du launisch?“ „Nein. Wie kommst du darauf?“ „Nachgefragt: Kannst du launisch sein?“ „Nein, eigentlich nicht. Und wenn ich dir gestern abend launisch erschienen bin, dann tut mir das Leid, und ich entschuldige mich.“ Sehr elegant und lässig drückte er einen Kuss auf ihre Hand: „Deine Antwort tut meinem Herzen wohl. Wollen wir arbeiten?“ „Das müssen wir, nicht so tun, als sei heute nachmittag keine Prüfung.“ Sie arbeiteten, - altes, eingespieltes Team, ging buttergeschmiert.

Dann, am Ende, als sie bei keiner Frage mehr stotterte, sagte er, dass er heute nicht mit in die Mensa wolle. Und sie sagte, dass er ja heute abend auch nicht könne. „Nein,“ sagte er, „auch leider nicht.“ „Dann –“ für dieses ‚Dann‘ hätte sie sich am liebsten die Zunge abgebissen „- kann ich morgen auch nicht, übermorgen auch nicht, das ganze Wochenende auch nicht.“ Wieder Selbstärger über dieses saublöde letzte ‚Auch‘. Weiter: „Ich fahr zu meiner Freundin Marion an den Starnberger See. Wenn das Wetter hält, wollen wir nochmal segeln. Da geht natürlich nichts mit uns beiden.“ Er echote nur: „Da geht natürlich nichts mit uns beiden.“ „Tut mir Leid.“ Es ging ihm gar nicht gut: „Ja, also dann Tschüs bis – Bis wann eigentlich?“ „Wenn du wieder kannst.“ „Ich kann immer.“ „Das stimmt nicht, heute abend kannst du nicht.“ „Ach so, ja – äh...“ „Sicher hast du auch keine Segelschuhe im Gepäck.“ Das verschlug ihm fast die Sprache: „Segelschuhe im Ge... Nein.“ Oh Mädchen, wenn du wüsstest. Kühl bis ans Herz fuhr sie fort: „Warum soll ich dich dann morgen mitnehmen?“ „Steht das denn zur Debatte?“ „Nicht der geringste Grund, dich morgen mitzunehmen.“ Dann plötzlich, mit verheißungsvollem Lächeln: „Kommst du mit?“ „Wenn ich bloß wüsste, ob du mich jetzt warm abduschst oder kalt...“ „Kommst du mit?“ „Aber deine Freundin Marion?“ „Weiß längst Bescheid. Kommst du mit?“ Er strahlte übers ganze Gesicht: „Wann, wo?“ „Wenn du vor dem Hauptbahnhof stehst, ist an der linken Ecke eine Apotheke, Tür direkt in der Ecke, da stehst du morgen früh, 9 Uhr 45, Viertel vor zehn, wie sagt ihr?: Dreiviertel zehn, bei jedem Wetter.“ „Einmal einen Arm um dich legen,“ sagte er, „spüren wie das ist.“ Wie willkommen ihr das war. „Tschüs.“ „Tschüs.“